Österreichische Hochschulkonferenz

Ziele und Aufgaben der Hochschulkonferenz (HSK)

Die Weiterentwicklung des durch die Autonomie der Hochschulen charakterisierten österreichischen Hochschulraumes soll durch eine Kombination von Differenzierung und Kooperation erreicht werden. Dies bedeutet vor allem:

  • mehr Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Hochschulsektoren
  • bessere Nutzung der Ressourcen in Forschung und Lehre
  • abgestimmte Profil- und Schwerpunktsetzungen und
  • bewusste Profilschärfung

Die Aufgabe der Hochschulkonferenz besteht dabei in der Erarbeitung von Empfehlungen an den Minister, die auf Basis von Lösungsvorschlägen, z. B. über einzusetzende Arbeitsgruppen, in denen die betroffenen Hochschulsektoren vertreten sind, vorgeschlagen werden.

Zur Arbeitsweise der Hochschulkonferenz

Der Grundgedanke folgt hierbei dem Prinzip einer partnerschaftlichen Auseinandersetzung zwischen den direkt betroffenen Hochschuleinrichtungen.  Es geht darum, sowohl bei der Festlegung von Themen, ihrer Bearbeitung und vorgeschlagenen Umsetzung eine klare und einheitliche Position im argumentativen Diskurs zu erreichen.

Die Hochschulkonferenz definiert aktuelle Problembereiche des Hochschulbereichs und priorisiert deren Bearbeitung. Zur Behandlung der jeweils definierten Bereiche setzt die Hochschulkonferenz Arbeitsgruppen ein, deren Zusammensetzung themenbezogen gestaltet wird. Zu beachten ist hierbei, dass die jeweils betroffenen Institutionen in den Arbeitsgruppen vertreten sein müssen, um ihre Kompetenz direkt einbringen zu können und in einen direkten Diskurs zu treten.  Ergebnisse der Arbeitsgruppen werden von der Hochschulkonferenz nach aktiver, inhaltlicher Auseinandersetzung, ggf. unter Befassung weiterer Personen,  im Einvernehmen beschlossen und dem Bundesminister für Wissenschaft,Forschung und Wirtschaft zur Umsetzung empfohlen. Die Umsetzung der Empfehlungen wird ggf. von der Hochschulkonferenz begleitet.

Die Hochschulkonferenz wird nicht gesetzlich formalisiert und hat beratenden Charakter.

Die Empfehlungen der Hochschulkonferenz gelten als Empfehlungen im Rahmen des Hochschulplans, der entsprechend rollierend überarbeitet wird.

Zusammensetzung der Hochschulkonferenz

Die Hochschulkonferenz besteht aus einer Kerngruppe  sowie Arbeitsgruppen, ggf.  regionenbezogenen Abstimmungsgruppen und der „wissenschaftsbezogenen Öffentlichkeit“ (s. u.).

Kerngruppe

  • 2 Vertreter/innen des BMWFW
  • 2 Vertreter/innen der uniko
  • 2 Vertreter/innen der Fachhochschulkonferenz
  • 1 Vertreter/in der Österreichischen Privatuniversitäten Konferenz
  • 1 Vertreter/in der Senate
  • 1 Vertreter/in des Wissenschaftsrates
  • 1 Vertreter/in der Österreichischen HochschülerInnenschaft

Die Vertreter/innen der Hochschulkonferenz werden vom Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft auf Vorschlag der jeweiligen Institution benannt und haben – mit Ausnahme des Ministers – alle ein Stimmrecht.

Die notwendige Koordination und Kommunikation zwischen den Gruppen der Hochschulkonferenz und weiteren Anspruchsgruppen erfolgen über die im BMWFW und die hier eingerichtete Geschäftsstelle Hochschulplan und Hochschulkoordination.
Die „wissenschaftsbezogene Öffentlichkeit“ erhält ggf. das Recht zur qualifizierten Stellungnahme im Wege eines schriftlichen Begutachtungsverfahrens und einer fallweisen Anhörung.

Regionenbezogene Abstimmung (im Anlassfall)

Bei regionenbezogenen Themen (z.B. Bauleitplan) werden die Länder im Zuge eines diskursiven Gesprächsprozesses involviert. Wobei darauf zu achten ist, dass ggf. berücksichtigte regionale Anliegen den bundesweiten Inhalten des Hochschulplans nicht widersprechen. Die Vertreter/innen der regionenbezogenen Abstimmungsgruppe werden von den Institutionen vor Ort entsendet.

Wissenschaftsbezogene Öffentlichkeit (im Anlassfall)

Vorbereitete Diskussionsvorschläge, Ergebnisse aus Arbeitsgruppen, werden vor Beschlussfassung durch die Kerngruppe an die nachstehend genannten Institutionen bzw. Funktionsträger/innen zur Stellungnahme übermittelt. Ausgangsvorschlag und  eingelangte Stellungnahmen werden auf dieser Homepage öffentlich zugänglich gemacht. In einem diskursiven Verfahren werden die wesentlichen unterschiedlichen Sichtweisen behandelt und ggf. in die Umsetzung einfließen.
Unter “wissenschaftsbezogener Öffentlichkeit” sind folgende Insitutionen oder Gremien gemeint:

  • Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria
  • Austrian Institute of Technology
  • Bologna-Follow-up-Gruppe
  • Bundesministerium für Finanzen
  • Bundesministerium für Bildung und Frauen
  • Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
  • Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
  • Christian Doppler Forschungsgesellschaft – CDG
  • FFG – Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft
  • FHK (Geschäftsführer/innen, Kollegiumsleiter/innen, Studiengangsleiter/innen)
  • FTI-Taskforce
  • FWF – Der Wissenschaftsfonds
  • GÖD, Betriebsräte und Zentralausschüsse
  • IG Lektoren
  • Institute of Science and Technology Austria
  • Landeshauptleutekonferenz/Wissenschafts-Landesräte
  • Ludwig Boltzmann Gesellschaft
  • OeAD (Österreichische Austauschdienst-GmbH)
  • ÖH-Vorsitzendenkonferenz
  • Österreichische Akademie der Wissenschaften
  • Österreichischer Bibliothekenverbund
  • Österreichische Privatuniversitätenkonferenz
  • Österreichischer Wissenschaftsrat
  • Pädagogische Hochschulen
  • Rat für Forschung und Technologieentwicklung
  • Rektor/inn/en, Vizerektor/inn/en, Dekane/Dekaninnen
  • Senatsvorsitzendenkonferenz
  • Sozialpartner und Industriellenvereinigung
  • Universitätsräte
  • Universitätenkonferenz (Plenum)
  • UniversitätslehrerInnenverband (ULV)
  • UniversitätsprofessorInnenverband (UPV)

Empfehlungen der HSK im Kontext bestehender Hochschulsteuerung

Die Umsetzungsempfehlungen der Hochschulkonferenz fließen ggf. (liegt im Ermessen des Bundesministers) in die Hochschulplanung ein und stellen somit eine Handlungsempfehlung zur Festlegung von  Strategien und Zielsetzungen für Hochschulen dar, z. B.  im Rahmen von Entwicklungsplänen, Leistungsvereinbarungen und Fachhochschulentwicklungs- und Finanzierungsplänen.

Mitglieder der österr. Hochschulkonferenz:

(in alphabethischer Reihenfolge)

Nominiert vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
Reinhold Mitterlehner, Elmar Pichl, Barbara Weitgruber

Nominiert von der Bundesvertretung der Österreichischen Hochschülerinnen und Hochschülerschaft
Marie-Therese Fleischhacker

Nominiert von der Österreichischen Fachhochschulkonferenz
Helmut Holzinger, Fritz Schmöllebeck

Nominiert von der Österreichischen Privatuniversitätenkonferenz
Karl Wöber

Nominiert von der Österreichischen Universitätenkonferenz
Heinz Engl, Oliver Vitouch

Nominiert vom Österreichischen Wissenschaftsrat
Antonio Loprieno

Nominiert von der Senatsvorsitzendenkonferenz der österreichischen Universitäten
Michael-Victor Schwarz

 

Dokumente

2012: Positionspapier der Hochschulkonferenz
zum Bildungsauftrag der österr. Hochschulsektoren (PDF, 3 Seiten)

2013: Ergebnis des HSK-Sondertermins (PDF, 1 Seite)

2013: Bericht der AG “Soziale Absicherung” an die HSK (PDF, 118 Seiten)

2013: Empfehlung der HSK zur Durchlässigkeit im tertiären Sektor (PDF, 13 Seiten)

2015: Empfehlungen der HSK zur Verbesserung der Qualität der hochschulischen Lehre (PDF, Seiten)

2015: Empfehlung der HSK zur qualitativen Weiterentwicklung der Doktoratsausbildung (PDF, 3 Seiten)

2015: Empfehlungen der Hochschulkonferenz zur Förderung (PDF, 37 Seiten)
nicht-traditioneller Zugänge im gesamten Hochschulsektor
o Anhang (PDF, Seiten)

 

 

 

Links

www.gutelehre.at
www.bmwfw.gv.at
www.uniko.ac.at
www.fhk.ac.at
www.oeh.ac.at
www.privatuniversitaeten.at
www.wissenschaftsrat.ac.at