Arbeitsgruppe zur Verbreiterung von Genderkompetenz in hochschulischen Prozessen

Diese Arbeitsgruppe ist die sechste Arbeitsgruppe, die seit 2012 aus der Hochschulkonferenz hervorgeht. Sie wurde am 29. März in der 19. Sitzung der Hochschulkonferenz beschlossen. Die Anregung zu dieser Arbeitsgruppe erfolgte durch die Österreichische Hochschüler/innenschaft.  Der Auftrag an die Arbeitsgruppe und die daraus abgeleiteten Ziele wurden inhaltlich eng mit der BMWFW-Stabsstelle Gender und Diversitätsmanagement unter der Federführung von Dr. Roberta Schaller-Steidl abgestimmt. Die Arbeitsgruppe setzt sich aus Vertreter/inne/n der Senate, uniko, FHK, ÖH, WR, ÖPUK, BMWFW, Arge Gluna, Pädagogischen Hochschulen, BMB sowie einer Expertin/einem Experten aus der Hochschulforschung zusammen.

Am 10. Oktober 2016 fand die konstituierende Sitzung der Hochschulkonferenz-Arbeitsgruppe „Verbreiterung von Genderkompetenz in hochschulischen Prozessen“ in den Räumlichkeiten des BMWFW statt.
Ziel der von BMWFW-Sektionschefin Iris Rauskala geleiteten  Arbeitsgruppe ist die Erarbeitung von Empfehlungen zur Verbesserung der Genderkompetenz, zur Sensibilisierung für Geschlechtervielfalt und zur Stärkung der Handhabung von Geschlechtergerechtigkeit an den Hochschulen. Die Empfehlungen bauen dabei auf bisherigen Prozessen, positiven Entwicklungen und strategischen Dokumenten auf.

Mit folgenden Inhalten wird sich die Arbeitsgruppe in den kommenden Monaten auseinandersetzen:

  • Darstellung der Sachlage und bisheriger Entwicklungen
  • Erarbeitung einer gemeinsamen Sichtweise zu genderkompetentem Handeln und darauf aufbauender Zielsetzungen
  • Erarbeitung handlungsorientierter Definition von Genderkompetenz und Geschlechtervielfalt
  • Erläuterung des praktischen Nutzens für Personalentwicklung, Organisationsstrukturen und Infrastrukturmaßnahmen
  • Benennung der relevanten Zielgruppen
  • ggf. Konkretisierung an (internationalen) Beispielen guter Praxis und Darstellung der Wirksamkeit
  • Erarbeitung von Vorschlägen zur Schaffung von Genderkompetenz in hochschulischen Prozessen unter Einbindung bestehender Strategien, Instrumenten und Maßnahmen sowie vorliegender Daten, Analysen und Interpretationen zu Problemlagen
  • Ableitung von Maßnahmen- und Umsetzungsvorschlägen
  • Benennung von Überprüfungsmechanismen (z.B. steuerungsrelevante Indikatoren)
  • Berücksichtigung weiterer Diskriminierungsmechanismen, die im Hochschulalltag mit der Themenstellung wirksam werden
  • ggf. Hinweis auf Übertragbarkeit der Ergebnisse der AG in Hinblick auf die Umsetzung von Diversitätsaspekten

Insgesamt wird es sieben Sitzungen geben und im Anschluss wird ein Endbericht mit den Empfehlungen der Arbeitsgruppe verfasst.


Mitglieder der Hochschulkonferenz-Arbeitsgruppe zur Genderkompetenz:

  • Regina Aichinger, MSc – Leiterin Abteilung Hochschulforschung und -entwicklung FH OÖ (FHK)
  • Univ.-Prof. Dr. Renate Dworczak – Vizerektorin Uni Graz (uniko)
  • Univ.-Doz. Dr. Jutta Fiegl – Vizerektorin SFU (ÖPUK)
  • Dr. Martin Gössl – Beauftragter für Gleichbehandlung und Vielfalt FH Joanneum (FHK)
  • ao. Univ.-Prof. Dr. Edith Gößnitzer – Geschäftsführerin der ARGE GLUNA – Arbeitsgemeinschaft für Gleichbehandlung und Gleichstellung an Österreichs Unis (Arge Gluna)
  • Lucia Grabetz  – Vorsitzteam ÖH-Bundesvertretung (ÖH)
  • Ao. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Simone Knaus – TU Wien (Senate)
  • Dr. Silvia Kronberger – Leiterin Co-Stelle Genderpädagogik PH Salzburg (RÖPH)
  • Univ. -Prof Dipl.-Ing. Dr. Gernot Kubin – TU Graz (Senate)
  • Hannah Luschnig – Queer_Referat ÖH-Bundesvertretung (ÖH)
  • Alex Mähr – Referat für feministische Politik ÖH-Bundesvertretung (ÖH)
  • Ass.-Prof. Mag. Dr. Wolfgang Meixner – Vizerektor Uni Innsbruck (uniko)
  • Dr. Brigitte Ratzer – TU Wien Abteilung Genderkompetenz (uniko)
  • Mag. Gerald Rauch, MAS(PR) – Referent der Stabsstelle Gender- und Diversitätsmanagement Sektion IV (BMWFW)
  • Dr. Iris Rauskala – Leiterin Sektion VI BMWFW (Budget, Personal, GuDM und Wissenschaftskommunikation) (BMWFW)
  • Dr. Roberta Schaller-Steidl – Leitung Gender- und Diversitätsmanagement Sektion IV (BMWFW)
  • Mag. Christine Schneider – Stv. Leitung Gender Mainstreaming – Gleichstellung und Schule (BMB)
  • Dr. Angela Wroblewski – equi (wissenschaftliches Zentrum innerhalb der Abteilung Soziologie) (Hochschulforschung – IHS)

Link zur Homepage des BMWFW/Gender und Diversität

 

Arbeitsgruppe zur besseren sozialen Absicherung Studierender

Die Arbeitsgruppe wurde im Oktober 2012 konstituiert und hat im September 2013 ihre Arbeit beendet. Der Endbericht wurde der Hochschulkonferenz im September 2013 vorgelegt und versteht sich als Optionenbericht. Er enthält Vorschläge, die von der Arbeitsgruppe als sinnvoll und wünschenswert angesehen werden, aber nicht notwendigerweise in vollem Umfang umgesetzt werden müssen. Ein besonderes Augenmerk lag auf Studierenden, die aufgrund ihrer familiären Situation überdurchschnittlich belastet sind, wie jene aus kinderreichen Familien oder mit alleinerziehenden Elternteilen, sowie Studierenden mit eigenen Kindern und behinderten Studierenden.
Die Ergebnisse des Berichts flossen in die Regierungsverhandlungen im Herbst 2013 ein und fanden Niederschlag in der im Frühjahr 2014 beschlossenen Novellierung des Studienförderungsgesetzes. Durch die Gliederung in Bereiche und die einheitliche Strukturierung (Problemanalyse, Lösungsvorschlag, legistische und finanzielle Implikation des Vorschlags) stellt der Bericht auch weiterhin eine wertvolle Grundlage zur Weiterentwicklung der Studienförderung dar.

 

Arbeitsgruppe zur Durchlässigkeit im tertiären Sektor

Die Arbeitsgruppe wurde im Oktober 2012 konstituiert und hat im September 2013 ihre Arbeit beendet.
Die von der Arbeitsgruppe vorgeschlagenen und der Hochschulkonferenz beschlossenen Empfehlungen lagen mit September 2013 vor. Universitäten und Fachhochschulen weisen zwar unterschiedliche Rahmenbedingungen auf, dennoch soll der Notwendigkeit einer verbesserten Durchlässigkeit – gerade auch im Sinne der Studierenden und deren Mobilität – Rechnung getragen und diese durch gewisse Standards in wesentlichen Bereichen gewährleistet werden. In diesem Sinne enthält der Bericht Empfehlungen zu Standardisierungen für den Übertritt von Bachelorstudien in Masterstudien anderer Hochschuleinrichtungen, insbesondere von Fachhochschulen an Universitäten, wie z.B.

  • Informationen über die Zulassung, die vollständig und leicht zugänglich sein sollen;
  • ein Verfahrensablauf, der transparent gestaltet sein soll;
  • Prüfkriterien, die sicherstellen sollen, dass „in qualitativer wie
    quantitativer Hinsicht die fachlichen Grundlagen für das beantragte
    Masterstudium vermittelt werden“;
  • eine Standardisierung im Falle einer Häufung von Einzelfällen oder der Ausbau von „Brückenprogrammen“;
  • eine beständige und verbesserte Kooperation.

Darüber hinaus gibt es eine Empfehlung, die aktuelle Handhabung der Zulassungsverordnungen zu Doktoratsstudien zu überprüfen.
Um die Umsetzung der Empfehlungen zu begleiten und einige Fragestellungen zu vertiefen, tritt die Arbeitsgruppe anlassbezogen zusammen.

 

Arbeitsgruppe zur Stärkung der Qualität der hochschulischen Lehre

Die Arbeitsgruppe wurde im April 2013 konstituiert und hat ihre Arbeit im November 2014 beendet.
Die von der Arbeitsgruppe vorgeschlagenen und der Hochschulkonferenz beschlossenen Empfehlungen liegen seit März 2015 vor. Der Bericht enthält Empfehlungen zu Lehrangebot, Lehrtätigkeit und Studienbetrieb; inkludiert sind auch Themen wie e-Learning oder Lebensbegleitendes Lernen.
Im Zuge der Erstellung der Empfehlungen wurde eine Umfrage bei Universitäten, Fachhochschulen und Privatuniversitäten zur Sammlung von Good-Practice-Beispielen zu folgenden Themen (Auswahl) initiiert:

  • Lehrpreise
  • Weiterbildungsangebote für Lehrende
  • Evaluierungen (Instrumente der Evaluierung, Umgang mit den Ergebnissen aus der Evaluierung)
  • Initiativen zu Weiterentwicklung der Lehre und Hochschuldidaktik
  • Schreibzentren
  • Leistungsbeurteilung (zu Fragen wie z.B. Prüfungsimmanenz von Lehrveranstaltungen, Art der Lehrveranstaltung – Art der Prüfung)

Die Good-Practice-Beispiele sind auf einer Homepage öffentlich zugänglich: www.gutelehre.at. Die Homepage ist als generisches „Online-Nachschlagewerk“ für den Bereich Qualität in der Lehre konzipiert. Zielgruppe ist die interessierte Öffentlichkeit und jene Personen, die an Hochschulen mit der Weiterentwicklung der Lehre befasst sind. Durch ihre Funktion als Überblicksinstrument und zum gegenseitigen Informationsaustausch soll sie die stetige Verbesserung der Qualität in der Lehre unterstützen und entsprechende Aktivitäten sichtbar machen.
Eine Veröffentlichung erfolgte gemeinsam mit der Veröffentlichung des Endberichts der Arbeitsgruppe im März 2015.

 

Arbeitsgruppe zur Profilbildung über Studieninhalte

Die „Arbeitsgruppe zur Profilbildung über Studieninhalte, insbesondere durch Disziplinen- und Fächerabgleich sowie Berücksichtigung von Forschungsstärken bzw. -schwerpunkten“ wurde im April 2013 konstituiert. Die Beratungen dieser Arbeitsgruppe sind bis auf weiteres abgeschlossen. Die Beratungen fassten bestehende Dokumente und Sichtweisen zusammen, die nun als Basis für weitere Schritte des BMWFW gemeinsam mit dem Wissenschaftsrat dienen.

 

Arbeitsgruppe zur Förderung von nicht-traditionellen Zugängen im gesamten Hochschulsektor

Die Arbeitsgruppe, der auch Vertreterinnen und Vertreter der Arbeiterkammer und der Wirtschaftskammer angehören, wurde im Juli 2014 konstituiert. Sie beruht auf einer Vereinbarung im Regierungsprogramm („Setzen von Maßnahmen zur Förderung nicht-traditioneller Hochschulzugänge“, Arbeitsprogramm der österreichischen Bundesregierung 2013–2018, S. 45) und unterstützt eines der fünf Wirkungsziele des BMWFW im Rahmen der wirkungsorientieren Führung des Bundeshaushalts, mit dem eine Verbesserung der sozialen Inklusion angestrebt wird.
Die Vorsitzführung lag bei der Österreichischen Hochschüler/innenschaft. Die Arbeitsgruppe hat ihre Arbeit mit der Veröffentlichung der Empfehlungen im Dezember 2015 beendet.